07.07.2012: 3. Übungsnacht der FF Bendestorf

Bereits zum  dritten Mal fand die Bendestorfer Übungsnacht am ersten Juliwochenende von Samstag auf Sonntag statt. Auf Initiative und unter Leitung von Bendestorfs Gruppenführer und stellvertretendem Gemeindebrandmeister Oliver Heins absolvierten 50 Kameradinnen und Kameraden der gesamten Samtgemeinde diverse Übungen in und um Bendestorf.

Ziel der Übungsnacht ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren zu verbessern und die, über das Jahr während der Übungsdienste erlernten, Fähigkeiten in der Praxis zu testen.  In den letzten Jahren stand auch immer Dienstsport auf dem Plan. Dieser fiel dieses Mal aus: Pünktlich um 17 Uhr, dem geplanten Beginn der ersten Übung, wurden die Feuerwehren Jesteburg, Harmstorf und Bendestorf zu mehrere wetterbedingten Einsätzen (siehe separate Berichte) alarmiert. Nach dem wörtlich ins Wasser gefallenen Start ging es gegen 18 Uhr los.

Unterstützt wurden die Feuerwehrleute diesmal vom DRK, die mit Reiterstaffel, NEF und RTW vor Ort waren.

Hier die „Einsatzberichte“ in chronologischer Reihenfolge:
Personensuche im Klecker Wald

Für den ersten Übungseinsatz ging es in den Klecker Wald, Bendestorf Richtung Buchholz. In diesem Bereich wurden zwei Personen vermisst. Unterstützt von der Reiterstaffel wurden die Gesuchten zügig gefunden. Eine der Personen war unter mehreren Baumstämmen eingeklemmt. Nachdem die Person befreit war, war diese Übung zügig beendet.

Waldbrand

Der nächste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten, noch während die letzten Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht wurden kam der Alarm mit dem Stichwort „Waldbrand“. Sehr realistisch dargestellt wurden die diversen Brandherde durch Pyrotechnik, professionelle Rauchbomben und bengalische Feuer sorgten dafür, dass weite Teile des Waldes schnell verqualmt wurden. So entstand für die eingesetzten Kameradinnen und Kameraden ein sehr realistisches Lagebild. Und wie soll es auch anders sein, aufgrund der knappen Zeit (entstanden durch die einsatzbedingte Verzögerung zu Beginn) ging es verzugslos zum Folgeeinsatz.

Technische Hilfeleistung auf dem Gelände der Filmstudios

Angenommenes Szenario hier war, dass bei Verladearbeiten zwei PKW von einem Anhänger gestürzt sind und unter sich drei Arbeiter eingeklemmt haben. Mittels hydraulischem Rettungsgerät, Hebekissen, sog. Büffelwinden etc. wurden nacheinander Anhänger und PKW angehoben und stabilisiert um die Personen zu retten.

Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Drei Schwerverletzte und ein Toter, zwei beschädigte PKW sowie ein Trecker samt brennendem Anhänger war die Lage für die vorletzte Übung des Tages. Einer der PKW war unter den landwirtschaftlichen Anhänger geraten, der darauf in Brand geriet. Ein weiterer PKW war in einen Graben gerutscht. Schwierigkeiten bereitete hier die besonders enge Zuwegung, der angenommene Einsatzort befand sich zwischen dem Bendestorfer Kuhtrifft und dem Funkturm. Unterstützt von Notarzt und Rettungsdienst wurden die Verletzten patientengerecht aus den Unfallfahrzeugen gerettet und das Feuer gelöscht.

Feuer im Pfadfinderheim

Die letzte Übung der Nacht spielte sich rund um das Pfadfinderheim ab. Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte drangen dichte Rauchschwaden aus dem Gebäude und auch ringsherum war alles verqualmt. Es galt eine unbekannte Anzahl von Personen aus dem brennenden Gebäude zu retten und an einen zentralen Sammelplatz zu bringen. Gleichzeitig musste das Feuer bekämpft und umliegende Häuser durch sog. Riegelstellungen geschützt werden. Unter Einsatz von Atemschutzgeräten, mit einer Wärmebildkamera und Schläuchen gingen die Trupps ins Gebäude vor. Anschließend wurde das Haus mit einem Druckbelüfter rauchfrei gemacht. Kurz vor dem offiziellen Übungsende ereilte die Feuerwehrleute noch ein realer Schlauchplatzer und ein vorübergehender Defekt an einer Fahrzeugpumpe. Auch diese Herausforderungen wurden ins kurzer Zeit gemeistert.

Sichtlich erschöpft ging es anschließend –ein letztes Mal- zurück zur Bendestorfer Feuerwache. Bei einer Nachbesprechung ließ man die Einsätze Revue passieren und sammelte Verbesserungsvorschläge für die zukünftige Zusammenarbeit. Eine detaillierte Besprechung wird es später unter den Führungskräften geben. Unisono waren alle Beteiligten sichtlich geschafft von den Einsatzübungen, um viele Erfahrungen reicher aber ebenso zufrieden mit dieser wie gewohnt hervorragend ausgearbeiteten Übungsnacht.

Übungsleiter Heins dankte allen Übungsteilnehmern und seinem Orgateam für die rege Beteiligung und verabschiedete die Kameradinnen und Kameraden gegen 2 Uhr in den wohlverdienten Dienstschluss.

 

Beteiligt waren die Feuerwehren aus
Lüllau mit LF,
Jesteburg mit RW und TLF,
Harmstorf mit ELW und
Bendestorf mit LF, TLF und MTF.

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03.07.2012: Ein Trampolin beschäftigte die Feuerwehren Harmstorf und Bendestorf

Am Dienstagabend, den 03.07.12 wurden die Feuerwehren Bendestorf und Harmstorf in die Schulstraße nach Harmstorf alarmiert. Anlass war ein im Baum hängendes, etwa fünf Meter im Durchmesser aufweisendes, Trampolin.

Die staunenden Retter entschlossen sich nach kurzer Erkundung durch GBM-V Oliver Heins und unter Einsatzleitung von Harmstorfs Ortsbrandmeister Kirstein dazu, das Sportgerät zunächst mittels Mehrzweckzug im Baum zu sichern. Das Bendestorfer Löschfahrzeug  diente dabei als Festpunkt. Nach der ersten Sicherung konnten die Äste entfernt werden, an den das Trampolin in etwa fünf Metern Höhe im Baum fest saß. Anschließend konnte das Gestell langsam abgelassen werden.

Natürlich drängt sich die Frage auf, wie das unhandliche und schwere Trampolin in den Baum gelangt ist. Das Sportgerät muss sich vermutlich während einer Sturmbö am Sonntagabend selbstständig gemacht haben. Erstaunlich dabei ist, dass es rund 50m geflogen ist bis es im Baum hängen blieb und einen angrenzenden Schuppen völlig unbeschädigt überflogen hat.

Der Einsatz war nach einer Dreiviertelstunde beendet. Im Einsatz waren die Feuerwehren Bendestorf und Harmstorf mit insgesamt 13 Kameradinnen und Kameraden mit LF (FF Bendestorf) und TSF-W (FF Harmstorf).

   

16.06.2012: TH – Boot im Bendestorfer Wehr

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Die ersteintreffenden Feuerwehrleute trauten ihren Augen kaum: Im Bendestorfer Wehr hatte sich ein Kanu verkeilt. Das kuriose dabei ist, dass genau an dieser Stelle vor zwei Jahren eine sehr ähnliche Übung veranstaltet wurde. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden, lediglich das Kanu wurde erheblich beschädigt – es entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Die Bergung des Sportgerätes, welches mitten im Wehr unter der Wasseroberfläche fest steckte,  wurde mittels über dem Wasser liegenden Leitern vorgenommen. Ein Kamerad wurde mit dem Gerätesatz Absturzsicherung von vier Feuerwehrleuten gesichert. Er befestigte ein Stahlseil am Rumpf des Bootes, so dass mit Hilfe des Löschfahrzeuges das Boot schließlich aus dem Wasser gezogen werden konnte. Der enorme Fließdruck der Seeve ließ keine schonendere Bergung an dieser Stelle zu.

Nach einer knappen Stunde war der Einsatz beendet.

Im Einsatz war:
FF Bendestorf mit LF, TLF und 16 FM.

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14.06.2012: Wasserrohrbruch

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Am frühen Donnerstagmorgen wurde die FF Bendestorf in die Straße Am Schierenberg Ecke Harmstorfer Weg gerufen. Ein Wasserrohrbruch hatte bereits Teile der Straße unterspült. Die Feuerwehr schieberte die Wasserleitung ab und sperrte die Straße für den Verkehr. Nach guten 20 Minuten traf ein Mitarbeiter des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) ein. Die Einsatzstelle konnte an den WBV sowie die Polizei zur weiteren Verkehrssicherung übergeben werden. Der Feuerwehreinsatz war nach etwa 45 Minuten beendet, sodass die Kameraden noch pünktlich zur Arbeit konnten.

Im Einsatz waren:

FF Bendestorf mit LF, TLF und MTW

Wasserbeschaffungsverband

Polizei

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05.05.2012: Große MANV Übung absolviert

Eine nicht alltägliche Einsatzübung absolvierten die Bendestorfer Kameraden am Samstagnachmittag, den 05.05.12. Gemeinsam mit Feuerwehr, DRK und Johannitern wurde ein Massenanfall von Verletzten (MANV) geübt. Angenommenes Szenario war ein Verkehrsunfall unter Beteiligung eines Linienbus auf der Hauptstraße zwischen Marxen und Ramelsloh.

Um 14:32 Uhr wurde die FF Bendestorf, neben anderen Wehren, Einheiten von Rettungsdienst und Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) alarmiert. Bereits die Anfahrt war nicht alltäglich, durch die Sperrung der BAB 1 Höhe Hittfeld war praktisch auf der gesamten Anfahrt zum Einsatzort Stau. Am Unfallort eingetroffen gingen die Kameraden sofort zur Menschenrettung vor, diverse PKW Unfälle säumten den Weg zum verunfallten Linienbus. Truppweise gingen die Feuerwehrleute vor, erkundeten die Fahrzeuge und kümmerten sich um die dringendsten Maßnahmen. Hier zeigte sich der Erfolg vergangener Ausbildungen in diesem Bereich: Zahlreichen Patienten wurden HWS-Schienen (sog. Halskrausen) angelegt, Reanimationsmaßnahmen an Puppen dargestellt, Verletzte betreut und durch den Rettungsassistenten aus unseren Reihen auch venöse Zugänge angedeutet. Eine Patientendarstellerin musste mittels hydraulischem Rettungsgerät aus einem auf dem Dach liegenden PKW gerettet werden. Sukzessive erfolgte dann die Übergabe der Patienten an Rettungsdienst und SEGen, die ihrerseits eine Patientenablage zur Erstversorgung mit anschließendem Transport eingerichtet hatten.

Alles in allem eine sehr anspruchsvolle Übung, die aber von den Bendestorfer Einsatzkräften sehr gut gemeistert wurde. Dank gilt der Übungsleitung und den Verletztendarstellern für die Ausarbeitung der Übung!

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Im Einsatz:

FF Bendestorf mit TLF & LF

FF Jesteburg mit RW & MTW

div. Feuerwehren der Gemeinden Seevetal & Hanstedt, sowie RW Buchholz

Polizei

Rettungsdienst & SEG von DRK und Johannitern aus Seevetal.

11.03.2012: Einsatzübung „Technische Hilfeleistung“ absolviert

Unter einem Vorwand verabschiedete sich der Bendestorfer Gruppenführer Oliver Heins vom Dienst um eine Einsatzübung für die Kameraden der Wehr vorzubereiten. Wenige Minuten später wurde die FF Bendestorf per Funkmeldeempfänger alarmiert. Schnell konnten die beiden Einsatzfahrzeuge besetzt werden, da die meisten Kameraden bereits beim Dienst waren und sich gerade mit den Hebekissen beschäftigten.

Mit dem Stichwort „Technische Hilfeleistung klein“ ging es an die Kreisstrasse K12. Vor Ort fand die erste Fahrzeugbesatzung einen Verkehrsunfall vor, zudem brannte es im Bereich des verunfallten PKW. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges übernahm zunächst unter Atemschutz die Brandbekämpfung. Mithilfe des Löschgruppenfahrzeuges wurde der PKW anschließend gegen ein Abrutschen von der Böschung gesichert. Erst hiernach konnte die eigentliche Menschenrettung der Verletzten, dargestellt durch Feuerwehrkameraden, vorgenommen werden.

Unter Leitung von Bendestorfs Ortsbrandmeister Wrede-Lissow wurden die Verletzten betreut, man entschied sich hier, aufgrund der angenommenen Verletzungen, für eine schonende Rettung. Dafür wurden die Scheiben sowie das Dach des Fahrzeuges mittels hydraulischem Rettungsgerät entfernt. Anschließend konnten die Verletztendarsteller erfolgreich gerettet werden.

Nach den Aufräumarbeiten fand eine ausführliche Besprechung der Übung statt, um für alle Beteiligten wertvolle Erkenntnisse aus der Übung zu sammeln. Die schwierige Lage des PKW an einer Böschung, wobei die Fahrerseite zusätzlich durch einen Baum versperrt wurde, verlangte den Übungsteilnehmern einiges ab. Einigkeit herrschte darüber, dass dieses gelungene Szenario in ähnlicher Weise erneut geübt werden soll, da hier von der Brandbekämpfung und Sicherung des Fahrzeuges gegen Abrutschen über die technische Rettung bis hin zur schonenden Übergabe der Patienten alles geübt werden konnte.

 

Vermeindlicher Gasgeruch im Bendestorfer Kindergarten

Am Samstag, den 25.02.12, wurde die Feuerwehr Bendestorf um 20:43 Uhr in den Kindergarten an der Kirchstraße gerufen. Eine Mitarbeiterin hatte dort einen ungewohnten Geruch wahrgenommen, der im ersten Moment als Gasgeruch gedeutet wurde.

Vor Ort waren 15 Feuerwehrkameraden mit drei Fahrzeugen. Nach kurzer Erkundung durch den Einsatzleiter konnte jedoch Entwarnung gegeben werden, der Geruch stammte wohl von dort aufgehangenen, nassen Kleidungsstücken die am Wochenende bei geschlossenen Fenstern nicht mehr ganz „wie frisch aus der Waschmaschine“ rochen.

Nach kurzer Zeit war der Einsatz beendet und die Feuerwehrleute konnten wieder zum Gerätehaus einrücken.

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