Dachstuhlbrand der alten Wassermühle in Lüllau löste Großalarm für die Feuerwehren aus

Bei dem Dachstuhlbrand der alten Wassermühle wurden rund 120 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren Lüllau, Bendestorf, Harmstorf, Jesteburg sowie von den benachbarten Feuerwehren Schierhorn und Holm am Dienstagabend alarmiert. Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude konnte verhindert werden.

SG-PW JESTEBURG. Am 21. April 2020 um 18:23 wurden die Feuerwehren der Samtgemeinde Jesteburg zu einem Feuer nach Lüllau alarmiert. Radfahrer hatten eine unklare Rauchentwicklung der Leitstelle gemeldet, woraufhin die Feuerwehren aus Lüllau und Jesteburg sowie der ELW aus Harmstorf alarmiert wurden. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute, bestätigte sich nicht nur die Rauchentwicklung, sondern auch der Dachstuhlbrand der alten Wassermühle in Lüllau. Entsprechend wurde durch den Gemeindebrandmeister Martin Ohl auch die Feuerwehr aus Bendestorf sowie das TSF-W aus Harmstorf und die Feuerwehren aus Schierhorn und Holm nachalarmiert. Neben der Brandbekämpfung des Brands in der alten Mühle musste durch die Feuerwehren ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzende Scheune sowie das benachbarte mit Reet gedeckte Wohnhaus verhindert werden. Mittels Riegelstellung zu den Nachbargebäuden sowie mit weiterem Einsatz von insgesamt vier Strahlrohren wurde das Feuer von zwei Seiten bekämpft. Neben der Wasserentnahme durch einen Hydranten wurde auch Löschwasser mittels einer Tragkraftspritze (TS) aus der Seeve entnommen.

Dank der schnellen Alarmierung der Feuerwehr durch Passanten und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein ausbreiten des Feuers auf die Nachbargebäude verhindert und ein größerer Schaden abgewendet werden. Insgesamt waren sechs Feuerwehren mit 120 Feuerwehrleuten davon 10 unter umluftunabhängigen Atemschutz im Einsatz. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt und vom Rettungsdienst versorgt. Damit die Einsatzbereitschaft aller Feuerwehrfahrzeuge sichergestellt werden konnte, wurden auch die Mitarbeiter der FTZ mit dem Abrollbehälter Gerätewagen zur Einsatzstelle alarmiert. Hier wurden die Fahrzeuge mit neuem Material unter anderem für die Atemschutzgeräte versorgt. Auch die Feuerwehr Kreisführung zusammen mit dem Kreisbrandmeister Volker Bellmann waren an der Einsatzstelle vor Ort. Ebenfalls an der Einsatzstelle war das DRK mit zwei RTWs sowie die Polizei. Während der Löscharbeiten war die Lüllauer Dorfstraße vollständig gesperrt. Um 21 Uhr konnte die Feuerwehr die Einsatzstelle verlassen. Polizei hat die Ermittlung zur Brandursache aufgenommen.

Bericht: Dennis Tschense – Pressesprecher Feuerwehr Samtgemeinde Jesteburg
Fotos: Lennart Siewert – Freiwillige Feuerwehr Harmstorf
Marcel Uhlenbrock – Freiwillige Feuerwehr Jesteburg

Private und öffentliche Osterfeier bleiben verboten!

SG-PW Jesteburg | Ostern steht vor der Tür. Dieses Jahr wird Ostern für viele anders sein als die Jahre davor. Die COVID-19-Pandemie hat Deutschland weiterhin fest im Griff und das allgemeine Kontaktverbot bleibt auch über die Osterfeiertage bestehen.

Alle Osterfeuer in der Samtgemeinde wurden bereits vor langer Zeit abgesagt. Diese Anordnung bleibt weiterhin bestehen!

Wir möchten euch an dieser Stelle darauf hinweisen, dass auch private Osterfeuer in der Familie, auch auf privaten Grundstücken, verboten und nicht genehmigt sind!

Auch über die Feiertage sind wir für euch in jeder Notsituation da. Jeder Einsatz bedeutet auch für und in der aktuellen Situation die Gefahr einer Ansteckung. Dieses Risiko muss minimiert werden, sodass wir bereits intern viele Maßnahmen dafür ergriffen haben, um unsere Einsatzfähigkeit aufrecht zu erhalten. Fehlalarme erhöhen für uns Feuerwehrleute das Risiko einer Ansteckung und sind unbedingt zu vermeiden. Gerade Brandgeruch, Feuerschein oder Ähnliches könnte zu Fehlalarmierungen führen. Daher die Bitte an euch, haltet euch an die Regeln, Maßnahmen und Vorschriften, die aktuell Gültigkeit besitzen. Damit schützt ihr nicht nur euch, sondern auch uns freiwillige Feuerwehrleute.

Wir wünschen ein ruhiges Osterfest.

Eure Feuerwehren der Samtgemeinde Jesteburg

Truppmann Teil 1 erfolgreich bestanden!

O. Weiß BUCHHOLZ i.d.N. Bei der Truppmann Teil 1 Ausbildung handelt es sich um die Grundausbildung, welche für den Einstieg in den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr notwendig ist. Innerhalb von 70 Stunden – verteilt auf Einzeleinheiten über rund fünf Wochen – werden die Grundlagen des Feuerwehrwesens vermittelt. Dieses Jahr haben die Feuerwehren Buchholz und Jesteburg die Feuerwehrleute gemeinsam ausgebildet.

Um auch Quereinsteigern und insbesondere berufstätigen Interessenten die Ausbildung zu ermöglichen, werden die Einheiten an zwei Wochentagen abends und an fünf Samstagen durchgeführt.

Hierbei wird in theoretischen Einheiten unter anderem über Themen wie Rechtsgrundlagen, Grundregeln der Löschtechnik, Brennen und Löschen, Gefahren an der Einsatzstelle und Fahrzeugkunde unterrichtet und in praktischen Einheiten die Abläufe eines Brandeinsatzes und der technischen Hilfeleistung näher gebracht.

Am 14. März war es nun für 28 angehende Feuerwehrmänner und -frauen soweit: Nach fünf Wochen Ausbildung wurden diese in Theorie und Praxis rund um die Arbeit der Feuerwehr geprüft.

Die Prüfung selbst findet in drei Abschnitten statt: Als erster Schritt wird eine Einsatzübung durchgeführt, deren Ablauf in den Wochen zuvor mehrmals geprobt wurde. In dieser Übung liegen die Schwerpunkte insbesondere auf der korrekten Ausführung der gestellten Aufgaben, sowie der Zusammenarbeit im Team.

Nach der Einsatzübung müssen sich die Teilnehmer/-innen einer mündlichen Prüfung stellen. Der Kreisausbildungsleiter und sein Team stellen hierbei diverse Fragen rund um das Feuerwehrwesen und prüfen, ob neben dem praktischen auch das theoretische Wissen erfolgreich vermittelt wurde.

Abschließend wird eine schriftliche Prüfung abgelegt, um das Wissen über die Feuerwehr erneut zu prüfen.

Direkt nach der schriftlichen Prüfung wurden die Gesamtergebnisse bereits ausgewertet. Die gute Nachricht kam schnell: Die Arbeit der letzten Wochen war nicht umsonst. Alle Teilnehmer/-innen konnten die Ausbildung erfolgreich abschließen. Somit wurde der Weg für die Zeit in der Feuerwehr geebnet.

Doch nach der Ausbildung ist vor der Ausbildung: Über die kommenden zwei Jahre folgt die Truppmann Teil 2 Ausbildung in den jeweiligen Ortsfeuerwehren. Hier wird das erlernte Wissen in den regulären Übungsdiensten weiter vertieft und ausgebaut. Die erfolgreiche Teilnahme an der Truppmann Teil 2 Ausbildung ist die Voraussetzung für viele weiterführende Lehrgänge.

Wir gratulieren unseren neuen Kameraden und Kameradinnen!

Teilnehmer in alphabetischer Reihenfolge:

Daniel Chaparro-Vega, Jona Drewes, Julie Fitschen, Hannes Friedlein, Bianca Grohmann-Falke, Mirjam Cheyenne Grothe-Ulrich, Ann-Kathrin Jensen, Aaron Kämpker, Cedric Kohlmus, Lasse Köritzer, Alexander Kusen, Niklas Lewandowski, Sebastian Macke, Marvin Marquardt, Malte Meyer, Björn Müller, Thies Müller, Malte Peters, Max Rosenfeld, Sascha Schmidt, Bennett Michel Sieling, Stefan Eckel, Niklas von Sivers, Thanh Doan Vu, Yannick Warzecha, Rea Wentzien, Tom Westphal

Bericht: Oliver Weiss, Pressesprecher Freiwillige Feuerwehr Buchholz
Fotos: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Buchholz i. D. Nordheide

Gemeinsame Truppmannausbildung gestartet – Buchholz und Jesteburg bilden zukünftig gemeinsam Feuerwehrleute aus

OW Stadt-PW Buchholz i.d.N. Die Ausbildung neuer Feuerwehrleute findet im LK-Harburg meist auf Stadt bzw. auf Samtgemeinde Ebene statt. Jede Feuerwehrfrau und Feuerwehrmann muss diese Grundausbildung einmal erfolgreich durchlaufen haben, bevor man aktives Mitglied in einer Feuerwehr wird. Bei der fünfwöchigen Ausbildung lernen alle Feuerwehrmann Anwärter die Basics des Feuerwehrhandwerks. Die sogenannte Abnahme erfolgt dann durch die Kreisausbilder. Seit diesem Jahr wird die Truppmannausbildung gemeinschaftlich von den Feuerwehren in Buchholz und Jesteburg durchgeführt. In diesem Jahr nahmen acht Feuerwehrleute aus der Samtgemeinde Jesteburg hieran teil.

„Wir freuen uns sehr, dass diese neue Kooperation zwischen Buchholz und Jesteburg umgesetzt werden konnte“, so Gemeindebrandmeister Martin Ohl von der SG-Jesteburg, bei dem Abschluss der diesjährigen Truppmannausbildung. die Gegebenheiten waren für alle Beteiligten perfekt. Das Ausbilderteam in Buchholz wurde durch die Ausbilder aus Jesteburg ergänzt, entsprechend konnte die ehrenamtliche Arbeit auf weitere Helfer verteilt werden. Auch Stadtbrandmeister André Emme lobte den guten Start der gemeinsamen Ausbildung. Gerade bei so vielen Teilnehmern wie in diesem Jahr, denn der Lehrgang war mit 28 Anwärtern besetzt, bedarf es doch einiges an Platz für eine gute Ausbildung. Auch innerhalb der anderen Buchholzer Stadtfeuerwehren, wäre kein ausreichendes Platzangebot für solche großen Lehrgänge verfügbar. Somit kommt zukünftig nicht nur das große Feuerwehrhaus in Buchholz für die Ausbildung infrage, sondern auch das neue Feuerwehrhaus in Jesteburg ist für solch große Gruppen ausgelegt. Dementsprechend wird der nächste Truppmann Lehrgang im kommenden Jahr auch in Jesteburg stattfinden.

Auf diesem Wege gratulieren wir allen Feuerwehrleuten zur bestandenen Truppmann Teil 1 Ausbildung.

v.l.n.r. Ausbildungsleiter SG-Jesteburg Marco Küsel, Gemeindebrandmeister SG-Jesteburg Martin Ohl, Stadtbrandmeister Buchholz i.d.N. André Emme, Stadtausbildungsleiter Buchholz i.d.N. Jens Meyer

Bericht und Fotos: Dennis Tschense – Pressesprecher Feuerwehr Samtgemeinde Jesteburg

Ausfahrt der Jugendfeuerwehren nach Plön

Vergangene Woche sind die Jugendfeuerwehren aus Bendestorf, Jesteburg und Lüllau von Montag bis Freitag (27.07. bis 31.07.) in Plön gewesen und haben dort gemeinsam Spiel, Sport und Spaß genossen. Neben den Aktivitäten auf dem Gelände der Jugendherberge (z.B. Volleyball, schwimmen etc.), machten die 37 Jugendlichen und zehn Betreuer eine Kanutour, besichtigten die Freiwillige Feuerwehr Plön und verbrachten einen Tag im Hansa Park.
Auch wenn das Wetter oft regnerisch und kühl eingestellt war, wurden die trockenen Perioden immer gut ausgenutzt. Manche Hartgesottene konnte das Wetter trotzdem nicht vom Baden abhalten.

Insgesamt war es eine gelungene Ausfahrt!

18.08.2014: Einsatz Bahnerden

Gemeinsam mit den Feuerwehren aus Harmstorf und Jesteburg wurden die Bendestorfer Kameraden am Montag, den 18.08.14 um 16:55 Uhr alarmiert.

An Reindorfer Feldweg (Jesteburg) ist ein Baum während des Sturms auf die Oberleitung der Bahnstrecke gefallen. Um den Baum entfernen zu können, ist es notwendig zunächst die Bahnstrecke zur Eigensicherung zu sperren, sowie die Stromzufuhr der Oberleitung zu unterbrechen. Anschließend muss, aufgrund hoher Restspannungen von mehreren tausend Volt, die Oberleitung vor und hinter der Unfallstelle geerdet werden. Dies ist u.a. Aufgabe der FF Bendestorf und Harmstorf für das Gebiet der SG Jesteburg.

Anschließend konnte der in der Leitung hängende Ast entfernt werden.

Nach einer guten Stunde war der Einsatz beendet. Im Einsatz war neben den Feuerwehren auch der Notfallmanager der DB.

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09.08.2014: Übung Verkehrsunfall – Patientengerechte Rettung nach Überschlag

In enger Abstimmung mit dem Rettungsdienst rettet die Feuerwehr verunfallte Personen möglichst schonend aus Fahrzeugen. Dabei kommt es auf die richtige Taktik an, denn das freie Hängen im Gurt kann zum Hängetrauma führen.

Zusammen mit den Kameraden aus Jesteburg übten die Kameraden am vergangenen Samstag, den 09.08.2014 die patientengerechte Rettung aus verunfallten Fahrzeugen. Schwerpunkt bildete dieses mal die Rettung aus Fahrzeugen, welche auf der Seite, sowie auf dem Dach liegen.

Oberste Priorität hat die sogenannten patientengerechte, schonende Rettung, d.h. der Notarzt als Gesamteinsatzleiter entscheidet, ab wann und in enger Absprache mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr, wie die technische Rettung durch die Feuerwehr durchgeführt wird. Es wird hier auf die diagnostizierten Verletzungen des Patienten und den in der Regel vorhandenen Schockzustand Rückischt genommen. Während der technischen Rettung betreut ein Feuerwehrmann den Patienten, spricht beruhigend mit ihm und erklärt, was gerade durchgeführt wird.

Das Übungsfahrzeug wurde an den C- und B-Säulen mithilfe von hydraulischen Rettungsgeräten durchtrennt und dann mit Rettungszylindern auseinander gedrückt. Parallel dazu wurde mit Pallhölzern der Insasse “untermauert” und dann mit einem Hebekissen gegen das Rettungsbrett gedrückt. Hierdurch wird der Patient aus dem Gurt gehoben und liegt somit auf dem Rettungsbrett. Diese Maßnahme ist nötig, denn schon nach 20 Minuten kann ein Hängetrauma eintreten, bei welchem das Blut in tiefer hängende Körperteile strömt und durch die fehlende Muskelkontraktion dort verbleibt. Der Patient kann dann über Leiterteile aus dem Fahrzeug herausgezogen werden.

Ähnlich verhält es sich bei der Rettung aus hochkant verunfallten Fahrzeugen. Die Personen laufen auch hier Gefahr, ein Hängetrauma zu erleiden. Nach Sicherung des Fahrzeuges wird das Dach durchtrennt und heruntergeklappt. Mit Pallhölzern erfolgt die Untermauerung. Die Person wird auch hier mit dem Rettungsbrett aus dem Gurt gehoben, und kann dann herausgetragen werden.

Die Teilnehmer der Wehrübergreifenden Ausbildung waren begeistert. “Besonders wichtig ist die gemeinsame Ausbildung in vorheriger Theorie und Praxis, um alle Teilnehmer abzuholen. Gemeinsame Übungen sind sehr effektiv und spiegeln sich sehr positiv bei realen Einsätzen wieder”, so Übungsleiter Florian Hartner.

Text: Philipp Wolf, FF Jesteburg

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