Alarmierung durch Brandmeldeanlage (BMA) – Feuer bei Dacharbeiten

SG-PW JESTEBURG. Am 17. Februar 2021 gegen 11 Uhr wurde die Samtgemeinde Feuerwehr bestehend aus den Ortsfeuerwehren Harmstorf, Bendestorf, Lüllau und Jesteburg durch eine Brandmeldeanlage (BMA) zu einer Klinik in Jesteburg alarmiert. Bedingt durch die Größe der Klinik wurde ebenfalls automatisch die Feuerwehr aus Buchholz mit ihrer Drehleiter sowie einem Tanklöschfahrzeug hinzu alarmiert. Nach der ersten Erkundung sowie durch die Einweisung des Klinikpersonals konnte schnell die Brandstelle ausfindig gemacht werden. Bei Dacharbeiten kam es zu einem kleinen Feuer in der Zwischendecke, dieses wurde glücklicherweise schnell von den Dachdeckern entdeckt und mit Wasser gelöscht. Die hieraus resultierende leichte Rauchentwicklung in der Zwischendecke löste einen Rauchmelder aus und führte zur Auslösung der BMA.
Mit einer Wärmebildkamera wurde sowohl das Dach als auch die Zwischendecke nach evtl. vorhandenen Glutnestern abgesucht. Bei der Suche konnten keine weiteren Glutnester entdeckt werden.
Die Räumlichkeiten wurden belüftet und durch das schnelle Handeln der Dachdecker bestand keine Gefahr für die Patienten und das Klinikpersonal. Nach knapp einer Stunde war der Einsatz für die rund 50 Einsatzkräfte beendet.

Bericht: Dennis Tschense – Pressesprecher Feuerwehr Samtgemeinde Jesteburg
Fotos: Dennis Tschense – Pressesprecher Feuerwehr Samtgemeinde Jesteburg

Kurz erklärt: Das Hydrantenschild

SG-PW SG-Jesteburg: Nur selten komm der Winter mit Schnee zu uns in die Samtgemeinde Jesteburg. Neben viel Spaß, gerade für Kinder, bringt der Schnee auch ein paar Herausforderungen für uns Feuerwehrleute mit. Für Brandeinsätze führen unsere Feuerwehrfahrzeuge zwar eigenständig eine gewisse Menge Wasser mit, jedoch reicht diese nur für die ersten paar Minuten der Brandbekämpfung aus. Aus diesem Grund gibt es ein Hydrantennetz für die Feuerwehren, aus denen unsere Fahrzeuge das benötigte Wasser entnehmen.

Um schnell helfen zu können, sollten die Hydranten möglichst vom Schnee geräumt sein, da jegliche Verzögerung Einschränkungen bei der Rettung bedeuten kann.

In der SG-Jesteburg, sind die meisten Anschlüsse für unsere Hydranten im Erdbereich. Damit wir diese schnell finden können, gibt es Hydrantenschilder, auf denen genau vermerkt ist, wo sich ein Hydrant zur Lage des Schildes befindet. Wir möchten euch hier kurz zeigen, wie einfach es ist, ein solches Schild zu lesen.

Neben der oberen Zahl über dem „T“ findet ihr die Nennweite der Versorgungsleitung. Diese gibt uns Aufschluss darüber, wieviel Wasser wir pro Minute aus dem Hydranten bekommen können. Ganz oben rechts findet ihr auch die Hydrantennummer, die einzigartig ist. Somit lassen sich alle verbauten Hydranten lokalisieren.

Da diese Schilder zu unserer Orientierung dienen, sollten diese auch nicht eigenständig versetzt oder unter einem Schneehaufen begraben werden. Solltet ihr nun Fehler auf diesen Schildern finden, dann sagt uns das gerne. Es kommt schon mal vor, dass bei Bauarbeiten das eine oder andere Schild beschädigt oder versetzt wird, ohne die Werte auf den Schildern zu verändern. Wir leiten dann diese Info an den Wasserbeschaffungsverband weiter. Diese Betreiben das Hydrantennetz und sind hierfür verantwortlich.

Aber aufgepasst! Einige Hydranten befinden sich auf der Straße. Wenn ihr nun Hydranten kontrollieren wollt, begebt euch nicht unnötig in Gefahr! Wir wünschen viel Spaß beim Suchen des nächsten Hydranten.

Küchenbrand in Bendestorf

Am Freitag, den 29.01.2021, wurden die Feuerwehren aus Harmstorf, Bendestorf und der ELW der SG-Jesteburg, gegen 20:20 Uhr zu einem Küchenbrand in die Posttwiete nach Bendestorf gerufen.
Vor Ort konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Grund für die Alarmierung war in Brand geratenes Fett, welches durch den Eigentümer bereits gelöscht werden konnte. Die Räumlichkeiten wurden mittels Wärmebildkamera kontrolliert. Hierbei konnte eine weitere Gefährdung durch evtl. versteckte Glutnester ausgeschlossen werden.
Für uns war der Einsatz damit gegen 20:50 Uhr beendet.

Bericht: M. Stender – Pressewart Feuerwehr Bendestorf
Bilder: L. Siewert – Pressewart Feuerwehr Harmstorf

Groß angelegte Personensuche leider erfolglos

SG-PW JESTEBURG. Am Sonntag, den 25. Oktober 2020 um 23:37 Uhr wurden die Feuerwehren aus Bendestorf und Harmstorf, sowie der SG-Einsatzleitwagen zu einer Personensuche zum Lohhof in Jesteburg alarmiert. Die 95-jährige Seniorin wurde am Vormittag des Sonntags zuletzt in ihrer Pflegeeinrichtung gesehen. Daraufhin suchten Polizeikräfte unter anderem mit einem Hubschrauber und Mantrailer (Menschen Spürhunden), den Bereich in Jesteburg und Umgebung ab. Am späten Abend konnte ein Waldgebiet im Bereich des Lohofs eingegrenzt werden. Zur Unterstützung der Suchmaßnahmen von der Polizei wurde daraufhin die Feuerwehr alarmiert. Nach mehreren Stunden der erfolglosen Suche im Waldgebiet wurde diese bis zu den Morgenstunden eingestellt.

Nachdem am Morgen weitere Maßnahmen immer wieder auf das besagte Waldstück deuteten, wurden erneut alle Feuerwehren der Samtgemeinde um 13:29 Uhr alarmiert, um die Personensuche mit der Feuerwehr weiter fortzusetzen. Des Weiteren wurde das Gebiet mit der Drohne von der Polizei Buchholz als auch mit der Drohne von der Feuerwehr Ramelsloh abgesucht. Ebenfalls dabei waren die Personensuchhunde vom Mantrailer Nord e.V. welche den Bereich mit noch nicht eingesetzten Hunden erneut absuchten. Damit eine medizinische Betreuung schnellstmöglich gesichert werden konnte, war auch der Rettungsdienst vom DRK vor Ort in Bereitschaft. In dem Suchbereich sind drei Seen vorhanden, woraufhin auch die Feuerwehrtaucher aus Buchholz zum Absuchen der Seen hinzugezogen wurden. Das systematische Absuchen mit über 100 Feuerwehrleuten als Suchkette wie auch das Absuchen der Seen brachte keinen Erfolg. Bedingt durch die lange und anstrengenden Einsatzzeit von mehr als sechs Stunden, wurde der Verpflegungszug der Kreisbereitschaft Harburg alarmiert. Dieser wird durch die Feuerwehren aus Buchholz und Kakenstorf gestellt. Gegen 20 Uhr mussten erneut die Suchmaßnahmen erfolglos eingestellt werden.

Die vermisste Seniorin wurde am Dienstagmorgen gegen 07:30 Uhr durch eine Zeugin auf einem Grundstück, ganz in der Nähe der Pflegeeinrichtung, entdeckt. Hinzugerufene Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der Frau feststellen.


Bericht: Dennis Tschense – Pressesprecher Feuerwehr Samtgemeinde Jesteburg
Fotos: Freiwillige Feuerwehren LK-Harburg

Übungstag 2020 der Feuerwehren der SG-Jesteburg

Harmstorf. Am vergangenen Samstag fand, zum mittlerweile 8. Mal der traditionelle Übungstag der Samtgemeinde Jesteburg statt. In diesem Jahr waren die Feuerwehren aus Bendestorf, Jesteburg und Lüllau zu Gast in Harmstorf. Die Polizei beteiligte sich ebenfalls mit einem Streifenwagen an den Übungslagen. Bedingt durch die aktuelle Covid-19-Pandemie, mussten auch an diesem Tag besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. So hielten sich alle Einsatzkräfte an die aktuell geltenden Schutzmaßnahmen auf einen gemeinsamen Aufenthalt in der Feuerwache wurde verzichtet und es wurden weniger Übungslagen als in den Jahren zuvor durchgeführt. Leider war dadurch die Teilnahme weiterer Hilfsorganisationen nicht möglich.

Gegen 15:00 Uhr starteten die Einsatzkräfte zu den ersten Übungen. Für die Feuerwehren Jesteburg und Harmstorf ging es zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. Diese konnten schnell durch die beteiligten Einsatzkräfte befreit werden. Die parallel laufende Einsatzlage für die Wehren Bendestorf und Lüllau gestaltete sich dagegen etwas schwieriger. Hier musste eine Person, die unter dem Reifen eines Traktors eingeklemmt wurde, befreit werden. Dies gelang den Einsatzkräften unter dem Einsatz eines hydraulischen Rettungszylinders. Eine zweite Person war unter einem Baumstamm eingeklemmt. Hier stand es im Vordergrund, eine möglichst schonende Rettung durchzuführen und die vorhandene Pfählungsverletzung adäquat zu versorgen.

Anschließend kam es zur großen Hauptübung des Tages. In Jesteburg wurde der Brand der alten Reitsporthalle gemeldet. Die verwinkelte Bauweise des Gebäudes stellte die Atemschutzgeräteträger vor eine besondere Herausforderung. Auch diese Einsatzlage konnten die Feuerwehrleute hervorragend abarbeiten.

Der seit Jahren gemeinsam durchgeführte Übungstag trägt maßgeblich zur effizienten und reibungslosen Abarbeitung von Einsätzen bei. Des Weiteren zeigt diese nicht nur den hohen Ausbildungsstand der Mitglieder der Samtgemeinde Feuerwehren, sondern fördert auch den reibungslosen Ablauf zwischen den Hilfsorganisationen und der Feuerwehr. Somit ist es auch für die Zukunft wichtig, gemeinsame Übungen durchzuführen, um den guten Ausbildungsstand zu erhalten. Sie möchten wissen, wie es unseren Kameraden bei den Einsätzen ergangen ist, dann schauen Sie sich das Video über diesen Artikel an. So bekommen Sie einen kleinen Einblick, wie wir die Einsätze erlebt haben, denn das Video ist aus der Perspektive eines Feuerwehrmanns gefilmt.


Bericht: Lennart Siewert – Pressewart Freiwillige Feuerwehr Harmstorf
Fotos: Lennart Siewert – Pressewart Freiwillige Feuerwehr Harmstorf

Feuer und Flamme Teil 1 – Heißausbildung für vier Feuerwehrleute der SG-Jesteburg<

SG-PW HITTFELD. Am vergangenen Freitagabend, den 9. Oktober 2020 waren vier Kameraden der SG-Jesteburg in der neuen Brandgewöhnungsanlage der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Hittfeld zu Gast. Im ersten Modul der zweiteiligen Ausbildung ist das Ziel, dass sich die Teilnehmer mit den Temperaturen, die bei einem Zimmer- / Wohnungsbrand entstehen, vertraut machen können. Für viele Teilnehmer ist es das erste Mal Feuer zu erleben und zu spüren. Bevor es in die praktische Ausbildung ging, wurde von den Ausbildern die Funktionsweise sowie die geltenden Sicherheitsbestimmungen der Anlage unterrichtet. Des Weiteren wurde kurz das Brandverhalten von Wohnungsbränden wiederholt.

Bevor es zu zweit und mit einem Trainer in den Brandraum ging, wurde die persönliche Schutzausrüstung angelegt. Diese besteht aus einem Helm, einer Atemschutzmaske und dem entsprechenden Atemschutzgerät, einer Flammschutzhaube, einer Feuerwehrjacke und -hose, sowie ein paar Handschuhen und Feuerwehrstiefeln. In Summe wiegt diese persönliche Schutzausrüstung ca. 25kg. Im Brandraum selber wurde die zuvor vermittelte Theorie für jeden selber “erlebbar” gemacht. Neben den unterschiedlichen Temperaturzonen, welche sich bei einem Brand ergeben, konnten die Teilnehmer die Funktionsweise ihrer Ausrüstung kennenlernen. Gerade der Einsatz von Wasser mit dem daraus resultierenden Wasserdampf hat den Teilnehmern gezeigt, welche Temperaturen bei einem Brand und dem Löschvorgang entstehen können.

Im zweiten Teil dieser Ausbildung werden die Teilnehmer ebenfalls mit dem Feuer und der Hitze konfrontiert und müssen dabei unterschiedliche Aufgaben aus dem “Feuerwehralltag” bewältigen. Wir möchten uns bei den Ausbildern für die Übungsmöglichkeiten bedanken. Eine solche Übungsanlage trägt maßgeblich zur Sicherheit für alle Atemschutzgeräteträger bei.


Bericht: Dennis Tschense – Pressesprecher Feuerwehr Samtgemeinde Jesteburg
Fotos: Dennis Tschense – Pressesprecher Feuerwehr Samtgmeinde Jesteburg

Verpflichtung neuer Feuerwehrleute

SG-PW JESTEBURG. Am Samstag, den 12.09.2020 fand die Verpflichtung der Feuerwehranwärter der Stadt Buchholz sowie der Samtgemeinde Jesteburg statt. Eigentlich wird diese im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages durchgeführt, doch durch Corona ist dieses Jahr alles anders. Die Verpflichtung ist das offizielle Bekenntnis eines jeden Feuerwehrmannes und Feuerwehrfrau zur Feuerwehr. Zur Anerkennung für die Feuerwehranwärter wird dieses im LK-Harburg normalerweise in einem großen und öffentlichen Rahmen durchgeführt. Bedingt durch die aktuellen Covid-19-Auflagen findet der Kreisfeuerwehrtag in diesem Jahr leider nicht statt. Daher haben wir nach Möglichkeiten gesucht, dennoch den Anwärtern die Form des Respektes zu zeigen. Unter dem Motto “Gemeinsam mit Abstand” und unter dem Ausschluß der Öffentlichkeit und der Einhaltung aller Auflagen, fand die Verpflichtung für 26 Feuerwehranwärter am Feuerwehrhaus in Jesteburg statt.

Gemeinsam haben die Anwärter im vergangenen bzw. in diesem Jahr die Truppmannausbildung erfolgreich abgeschlossen (wir berichteten hier). Neben dem Gemeindebrandmeister Martin Ohl aus Jesteburg sprach auch Kreisbrandmeister Volker Bellmann zu den Anwärtern, bevor er die Verpflichtung durchführte. Mit Mundschutz und Abstand und in Vertretung für die anderen Teilnehmer haben vier Feuerwehranwärter auf die Fahnen aus Buchholz und Jesteburg ihren Feuerwehr erpflichtungseid gesprochen.

Lobende Worte fand auch die stv. Bürgermeisterin Frau Sigrid Spieker aus Buchholz. “Der Dienst am nächsten ist eines der wichtigsten Ämter für die Gesellschaft. Die Not von Anderen vor dem eigenen Wohl zustellen und zu jeder Zeit Einsatzbereit zu sein, ist eine Aufgabe die man als Gemeinschaft nur schätzen und anerkennen kann,  zumal es auch bedeutet, die eigene Gesundheit für Andere zu riskieren.”

Auf diesem Wege gratulieren wir allen verpflichteten Feuerwehrleuten, wünschen alles Gute und kommt immer heil von allen Einsätzen zurück.


Bericht: Dennis Tschense – Pressesprecher Feuerwehr Samtgemeinde Jesteburg
Fotos: Dennis Tschense – Pressesprecher Feuerwehr Samtgemeinde Jesteburg
Luftaufnahmen: Marcus Jochimsen – Feuerwehr Buchholz i.d.N.

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