Kurz erklärt: Das Hydrantenschild

SG-PW SG-Jesteburg: Nur selten komm der Winter mit Schnee zu uns in die Samtgemeinde Jesteburg. Neben viel Spaß, gerade für Kinder, bringt der Schnee auch ein paar Herausforderungen für uns Feuerwehrleute mit. Für Brandeinsätze führen unsere Feuerwehrfahrzeuge zwar eigenständig eine gewisse Menge Wasser mit, jedoch reicht diese nur für die ersten paar Minuten der Brandbekämpfung aus. Aus diesem Grund gibt es ein Hydrantennetz für die Feuerwehren, aus denen unsere Fahrzeuge das benötigte Wasser entnehmen.

Um schnell helfen zu können, sollten die Hydranten möglichst vom Schnee geräumt sein, da jegliche Verzögerung Einschränkungen bei der Rettung bedeuten kann.

In der SG-Jesteburg, sind die meisten Anschlüsse für unsere Hydranten im Erdbereich. Damit wir diese schnell finden können, gibt es Hydrantenschilder, auf denen genau vermerkt ist, wo sich ein Hydrant zur Lage des Schildes befindet. Wir möchten euch hier kurz zeigen, wie einfach es ist, ein solches Schild zu lesen.

Neben der oberen Zahl über dem „T“ findet ihr die Nennweite der Versorgungsleitung. Diese gibt uns Aufschluss darüber, wieviel Wasser wir pro Minute aus dem Hydranten bekommen können. Ganz oben rechts findet ihr auch die Hydrantennummer, die einzigartig ist. Somit lassen sich alle verbauten Hydranten lokalisieren.

Da diese Schilder zu unserer Orientierung dienen, sollten diese auch nicht eigenständig versetzt oder unter einem Schneehaufen begraben werden. Solltet ihr nun Fehler auf diesen Schildern finden, dann sagt uns das gerne. Es kommt schon mal vor, dass bei Bauarbeiten das eine oder andere Schild beschädigt oder versetzt wird, ohne die Werte auf den Schildern zu verändern. Wir leiten dann diese Info an den Wasserbeschaffungsverband weiter. Diese Betreiben das Hydrantennetz und sind hierfür verantwortlich.

Aber aufgepasst! Einige Hydranten befinden sich auf der Straße. Wenn ihr nun Hydranten kontrollieren wollt, begebt euch nicht unnötig in Gefahr! Wir wünschen viel Spaß beim Suchen des nächsten Hydranten.

25.12.2020: Wasserrohrbruch

Am Samstag, den 25.12.2020, wurden wir gegen 21:00 Uhr zu einem Wasserrohrbruch in die Straße „An den Fischteichen“ gerufen. Dort war eine Wasserleitung unterhalb der Straße gebrochen. Das ausströmende Wasser unterspülte die Straße, sodass diese nicht mehr befahrbar war.
Die Wasserversorgung wurde abgestellt und die Straße gesperrt.
Über die Einsatzleitzentrale wurde der Wasserbeschaffungsverband und die Bereitschaft des Bauhofes der Samtgemeinde angefordert.
Für uns als Feuerwehr war der Einsatz mit der Übergabe an die Verantwortlichen gegen 22:20 Uhr beendet.

Dachstuhlbrand nach Feuer in einer Garage

Am vergangenen Samstag, den 21.11.2020, wurden wir gegen 14:10 Uhr zur Unterstützung der Feuerwehren der Stadt Buchholz nach Steinbeck alarmiert. Dort stand eine Garage in Vollbrand und das Feuer drohte auf die angrenzenden Häuser überzugreifen.

Im Verlauf des Einsatzes griff das Feuer auf den Dachstuhl eines der angrenzenden Gebäude über. Dieser brannte komplett aus. Ein Übergreifen auf ein zweites Gebäude konnte verhindert werden.

Um den Bedarf an Atemschutzgeräteträgern zu stellen wurde neben uns noch die Feuerwehr aus Handeloh alarmiert.
Bereits auf der Anfahrt rüsteten sich mehrere Kameraden mit Umluftunabhängigen Atemschutz aus.
An der Einsatzstelle wurden unsere Kameraden auf der Rückseite der Garage eingesetzt. Dort lagerten unter anderem große Mengen Brennholz. Dieses musste mühsam auseinander gezogen werden, damit die Glutnester abgelöscht werden konnten.

Während der Löscharbeiten stürzte ein Feuerwehrmann in eine Grube. Er wurde zur Untersuchung vom Rettungsdienst in das Krankenhaus gebracht. Nach kurzer Zeit konnte Entwarnung gegeben werden: Der Kamerad hatte sich bei dem Sturz nicht verletzt.

Gegen 18:20 Uhr war der Einsatz für uns beendet.

Übungstag 2020 der Feuerwehren der SG-Jesteburg

Harmstorf. Am vergangenen Samstag fand, zum mittlerweile 8. Mal der traditionelle Übungstag der Samtgemeinde Jesteburg statt. In diesem Jahr waren die Feuerwehren aus Bendestorf, Jesteburg und Lüllau zu Gast in Harmstorf. Die Polizei beteiligte sich ebenfalls mit einem Streifenwagen an den Übungslagen. Bedingt durch die aktuelle Covid-19-Pandemie, mussten auch an diesem Tag besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. So hielten sich alle Einsatzkräfte an die aktuell geltenden Schutzmaßnahmen auf einen gemeinsamen Aufenthalt in der Feuerwache wurde verzichtet und es wurden weniger Übungslagen als in den Jahren zuvor durchgeführt. Leider war dadurch die Teilnahme weiterer Hilfsorganisationen nicht möglich.

Gegen 15:00 Uhr starteten die Einsatzkräfte zu den ersten Übungen. Für die Feuerwehren Jesteburg und Harmstorf ging es zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. Diese konnten schnell durch die beteiligten Einsatzkräfte befreit werden. Die parallel laufende Einsatzlage für die Wehren Bendestorf und Lüllau gestaltete sich dagegen etwas schwieriger. Hier musste eine Person, die unter dem Reifen eines Traktors eingeklemmt wurde, befreit werden. Dies gelang den Einsatzkräften unter dem Einsatz eines hydraulischen Rettungszylinders. Eine zweite Person war unter einem Baumstamm eingeklemmt. Hier stand es im Vordergrund, eine möglichst schonende Rettung durchzuführen und die vorhandene Pfählungsverletzung adäquat zu versorgen.

Anschließend kam es zur großen Hauptübung des Tages. In Jesteburg wurde der Brand der alten Reitsporthalle gemeldet. Die verwinkelte Bauweise des Gebäudes stellte die Atemschutzgeräteträger vor eine besondere Herausforderung. Auch diese Einsatzlage konnten die Feuerwehrleute hervorragend abarbeiten.

Der seit Jahren gemeinsam durchgeführte Übungstag trägt maßgeblich zur effizienten und reibungslosen Abarbeitung von Einsätzen bei. Des Weiteren zeigt diese nicht nur den hohen Ausbildungsstand der Mitglieder der Samtgemeinde Feuerwehren, sondern fördert auch den reibungslosen Ablauf zwischen den Hilfsorganisationen und der Feuerwehr. Somit ist es auch für die Zukunft wichtig, gemeinsame Übungen durchzuführen, um den guten Ausbildungsstand zu erhalten. Sie möchten wissen, wie es unseren Kameraden bei den Einsätzen ergangen ist, dann schauen Sie sich das Video über diesen Artikel an. So bekommen Sie einen kleinen Einblick, wie wir die Einsätze erlebt haben, denn das Video ist aus der Perspektive eines Feuerwehrmanns gefilmt.


Bericht: Lennart Siewert – Pressewart Freiwillige Feuerwehr Harmstorf
Fotos: Lennart Siewert – Pressewart Freiwillige Feuerwehr Harmstorf

Feuer und Flamme Teil 1 – Heißausbildung für vier Feuerwehrleute der SG-Jesteburg<

SG-PW HITTFELD. Am vergangenen Freitagabend, den 9. Oktober 2020 waren vier Kameraden der SG-Jesteburg in der neuen Brandgewöhnungsanlage der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Hittfeld zu Gast. Im ersten Modul der zweiteiligen Ausbildung ist das Ziel, dass sich die Teilnehmer mit den Temperaturen, die bei einem Zimmer- / Wohnungsbrand entstehen, vertraut machen können. Für viele Teilnehmer ist es das erste Mal Feuer zu erleben und zu spüren. Bevor es in die praktische Ausbildung ging, wurde von den Ausbildern die Funktionsweise sowie die geltenden Sicherheitsbestimmungen der Anlage unterrichtet. Des Weiteren wurde kurz das Brandverhalten von Wohnungsbränden wiederholt.

Bevor es zu zweit und mit einem Trainer in den Brandraum ging, wurde die persönliche Schutzausrüstung angelegt. Diese besteht aus einem Helm, einer Atemschutzmaske und dem entsprechenden Atemschutzgerät, einer Flammschutzhaube, einer Feuerwehrjacke und -hose, sowie ein paar Handschuhen und Feuerwehrstiefeln. In Summe wiegt diese persönliche Schutzausrüstung ca. 25kg. Im Brandraum selber wurde die zuvor vermittelte Theorie für jeden selber “erlebbar” gemacht. Neben den unterschiedlichen Temperaturzonen, welche sich bei einem Brand ergeben, konnten die Teilnehmer die Funktionsweise ihrer Ausrüstung kennenlernen. Gerade der Einsatz von Wasser mit dem daraus resultierenden Wasserdampf hat den Teilnehmern gezeigt, welche Temperaturen bei einem Brand und dem Löschvorgang entstehen können.

Im zweiten Teil dieser Ausbildung werden die Teilnehmer ebenfalls mit dem Feuer und der Hitze konfrontiert und müssen dabei unterschiedliche Aufgaben aus dem “Feuerwehralltag” bewältigen. Wir möchten uns bei den Ausbildern für die Übungsmöglichkeiten bedanken. Eine solche Übungsanlage trägt maßgeblich zur Sicherheit für alle Atemschutzgeräteträger bei.


Bericht: Dennis Tschense – Pressesprecher Feuerwehr Samtgemeinde Jesteburg
Fotos: Dennis Tschense – Pressesprecher Feuerwehr Samtgmeinde Jesteburg

Verpflichtung neuer Feuerwehrleute

SG-PW JESTEBURG. Am Samstag, den 12.09.2020 fand die Verpflichtung der Feuerwehranwärter der Stadt Buchholz sowie der Samtgemeinde Jesteburg statt. Eigentlich wird diese im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages durchgeführt, doch durch Corona ist dieses Jahr alles anders. Die Verpflichtung ist das offizielle Bekenntnis eines jeden Feuerwehrmannes und Feuerwehrfrau zur Feuerwehr. Zur Anerkennung für die Feuerwehranwärter wird dieses im LK-Harburg normalerweise in einem großen und öffentlichen Rahmen durchgeführt. Bedingt durch die aktuellen Covid-19-Auflagen findet der Kreisfeuerwehrtag in diesem Jahr leider nicht statt. Daher haben wir nach Möglichkeiten gesucht, dennoch den Anwärtern die Form des Respektes zu zeigen. Unter dem Motto “Gemeinsam mit Abstand” und unter dem Ausschluß der Öffentlichkeit und der Einhaltung aller Auflagen, fand die Verpflichtung für 26 Feuerwehranwärter am Feuerwehrhaus in Jesteburg statt.

Gemeinsam haben die Anwärter im vergangenen bzw. in diesem Jahr die Truppmannausbildung erfolgreich abgeschlossen (wir berichteten hier). Neben dem Gemeindebrandmeister Martin Ohl aus Jesteburg sprach auch Kreisbrandmeister Volker Bellmann zu den Anwärtern, bevor er die Verpflichtung durchführte. Mit Mundschutz und Abstand und in Vertretung für die anderen Teilnehmer haben vier Feuerwehranwärter auf die Fahnen aus Buchholz und Jesteburg ihren Feuerwehr erpflichtungseid gesprochen.

Lobende Worte fand auch die stv. Bürgermeisterin Frau Sigrid Spieker aus Buchholz. “Der Dienst am nächsten ist eines der wichtigsten Ämter für die Gesellschaft. Die Not von Anderen vor dem eigenen Wohl zustellen und zu jeder Zeit Einsatzbereit zu sein, ist eine Aufgabe die man als Gemeinschaft nur schätzen und anerkennen kann,  zumal es auch bedeutet, die eigene Gesundheit für Andere zu riskieren.”

Auf diesem Wege gratulieren wir allen verpflichteten Feuerwehrleuten, wünschen alles Gute und kommt immer heil von allen Einsätzen zurück.


Bericht: Dennis Tschense – Pressesprecher Feuerwehr Samtgemeinde Jesteburg
Fotos: Dennis Tschense – Pressesprecher Feuerwehr Samtgemeinde Jesteburg
Luftaufnahmen: Marcus Jochimsen – Feuerwehr Buchholz i.d.N.

Bundesweiter Warntag am 10.09.2020

SG-PW. Am kommenden Donnerstag, den 10. September 2020 findet um 11 Uhr bundesweit der Warntag statt. Dieser wird fortan jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September durchgeführt. In ganz Deutschland werden alle Warnmittel ausgelöst. Hierzu zählen beispielsweise unsere Sirenen wie auch die Warn-Apps für Smartphones wie NINA und BIWAPP als auch Radiodurchsagen und Hinweise auf Werbeflächen. Ziel ist es, das Bewusstsein in der Bevölkerung für Notlagen zu erhöhen und damit die Selbstschutzfähigkeiten jedes Einzelnen zu unterstützen.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
https://warnung-der-bevoelkerung.de

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